Kunstprojekt für und mit Migrantinnen im Köllertal


Im Rahmen des Förderprogramms "Kultur macht stark" des Bundesministeriums für Bildung und des Projekts "Wir können Kunst" vom BBK Bundesverband Bildender KünstlerInnen, entstand das gemeinsame Projekt von Astrid Spaniol und Leslie Huppert mit dem Titel "MIGRATION-Starke Mädchen und Frauen im Wandel"

In diesem Projekt wurde mit jugendlichen Teilnehmerinnen aus Familien mit Migrationshintergrund künstlerisch gearbeitet. Es stehen hierbei immer die Menschen mit ihren eigenen Empfindungen, ihrer eigenen Entwicklung und dem eigenen Erleben im Mittelpunkt. Der Schritt, das eigene Land mit allen vertrauten Menschen, Familie und Freunden verlassen zu müssen und sich in einer völlig neuen Kultur zurechtzufinden und einzuleben, empfinden viele, besonders am Anfang, als schwierige Herausforderung. Auch Freunde zu finden, eine zunächst durch die Situation bestehende Einsamkeit in Gemeinsamkeit zu verwandeln, mit den Menschen die hier leben, sowie berufliche Perspektiven zu entwickeln, sind die zentralen Themen.

Die Teilnehmerinnen fertigten Malereien, Portraits von sich selbst, von Familienangehörigen und Freunden an und wurden in Interviews zu sich selbst und zu ihrer aktuellen und zu ihrer früheren Lebenssituation befragt.

Die Bündnispartner des Projektes, die AWO LV Saarland e.V. (Träger), sowie die evangelische Kirchengemeinde Heusweiler und das Jugendzentrum Maltstatt e.V. unterstützten aktiv das Kunstprojekt, sowie auch das Alba Lingua Spracheninstitut, deren Leiterin selbst vor dreißig Jahren nach Deutschland kam, ein Deutschstudium- Deutsch als Fremdsprache, abschloss und daraufhin im Anschluss eine eigene Sprachenschule in Saarbrücken gründete, mit der sie z.B. auch mit der Agentur für Arbeit seit Jahren Hand in Hand zusammenarbeitet.

 Es geht darum wie Menschen, Frauen, aus ursprünglich beeinträchtigen Lebensumständen, in positive und gleichberechtigte Positionen gelangen können. Sie erarbeiten sich Eigenständigkeit und Selbstbestimmtheit, gestalten ihre eigene Entwicklung, um wiederum im besten Fall dann auch Anderen eine konstruktive, unabhängige und eigene Perspektive eröffnen zu können, wie in diesem Beispiel und welche wichtige Rolle hierbei Kultur und Bildung spielt.

Es ist ein Austausch der Kulturen, es kann soviel Leben, soviel Fülle bedeuten, wenn man aufeinander zugeht und in Offenheit ein Miteinander lebt.

Eins der gewünschten Ziele ist, dass das Selbstbewusstsein der Teilnehmerinnen durch die Darstellung von sich und ihrer Situation gestärkt wird, um sich auch in anderen Situationen besser vorstellen zu können und frei sprechen zu lernen (bzgl. Integration, berufliche Situationen, wie z.B. Bewerbungsgesprächen).

Wir beabsichtigen durch die Interviews mit den Teilnehmerinnen, einen Austausch nach Außen herzustellen, indem sich die Teilnehmerinnen darstellen. Durch ihre offenen, freundlichen und zugänglichen Erzählungen kann man sich leicht in sie hineinversetzen und verliert das Gefühl von Fremdheit. Hierdurch werden Vorurteile und Berührungsängste abgebaut.

Leslie Huppert & Astrid Spaniol





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